Tetra Pak oder Glasflasche – das ähnelt schon fast einer Glaubensfrage. Nachdem wir uns im ersten Schritt bewusst für die Glasflasche und somit gegen Tetra Pak entschieden haben, gibt es einiges zur „Glaubensfrage“ beizutragen. Als Produzenten stehen wir gefühlt in der Mitte vom Schlachtfeld – die Industrie verkauft einem das Tetra Pak als nonplusultra, der Konsument verehrt die heilige Glasflasche. Eine Daseinsberechtigung haben beide. Denn jedes Gefäß ist auf seine Weise „nachhaltig“. Da stellten sich nur die Fragen in welche Richtung die Nachhaltigkeit geht und welche Punkte einem wichtig sind. Wir haben mal nachgeforscht.
Glasklar: Glas ist das Beste, oder?
Für den bewussten Konsumenten ist die Glasflasche, vor allem wenn sie Pfand hat, die perfekte Verpackung. Glas verkörpert für uns die 100%ige Nachhaltigkeit. Allerdings ist Glas nur dann nachhaltig, wenn es einen gewissen Lieferumkreis nicht überschreitet und an das Mehrwegsystem angeschlossen ist. Das bedeutet eine Flasche muss ca. 20-mal wiederbefüllt werden, damit sie nachhaltig ist. Ist die Flasche nicht im Mehrwegsystem und wandert nach Gebrauch in den Glascontainer ist Nachhaltigkeit schon wieder hinfällig. Zudem ist Glas sehr schwer und verbraucht viel Raum und Gewicht beim Transport was sich natürlich im CO2 Fußabdruck widerspiegelt.
Oder doch Tetra Pak?
Tetra Pak hingegen ist leicht und hat durch seine eckige Form die perfekte Raumausnutzung. Somit eignet sich Tetra Pak ideal für lange Transportstrecken. Wichtig beim Tetra Pak, wenn es recycelt werden soll, dann muss der Deckel und der Ausgießer vom Karton abgetrennt werden und alles muss in die Kunststofftonne bzw. in den gelben Sack. Landet es im Hausmüll, ist das Recyceln dahin. Trotzdem besteht der klassische Tetra Pak immer noch aus Kunststoff und damit geht auch schon die heiße Plastikdiskussion los.

Wieso ist PLÄIN in einer Glasflasche?
Wir haben uns für die Glasflasche entschieden, weil wir die PLÄIN Flasche an das Mehrwegsystem angeschlossen haben und derzeit nur regional vertreiben. Somit ist es die perfekte Verpackung für uns, da wir so wenig Kunststoff wie möglich in den Umlauf bringen möchten. Verpackungsfreie Supermärkte sind jetzt schon begeistert und ein nostalgischer Faktor ist auch dabei. Schließlich hat der Milchmann früher auch noch Flaschal vor die Türe gestellt. Wer trotzdem nicht auf Tetra Pak verzichten möchte, der kann es zumindest richtig recyceln und so einen kleinen Beitrag leisten.
Und jetzt?
Fazit: Die perfekten nachhaltigen Verpackungen gibt es NOCH nicht. ABER die Forschungen laufen auf Hochtouren und da wird sich einiges tun in Zukunft. Wir halten weiterhin Ausschau und sind an neuen, nachhaltigen Ideen interessiert. Denn sowohl Verpackung als auch Inhalt sollen mit der Natur im Einklang bleiben. Bis dahin bleiben wir glasklar bei Glas. Denn das ist nicht nur nachhaltig, sondern lässt sich auch super zu einem schönen Geschenk umfunktionieren. Probiert doch gleich mal die selbstgemachte Backmischung in der Pläin-Flasche aus und macht euren Liebsten eine süße Freude.
